Die christliche Einrichtung wurde 2007 von Pastor Alfonso Schilder gegründet und bietet ein stationäres Drogenrehabilitationsprogramm für erwachsene Männer an. Das Besondere: Das Programm findet direkt im Gebäude seiner Kirchengemeinde statt. So wird Glaube ganz praktisch gelebt.

Mount Hope Ministries
Unser Team besuchte zunächst den Gottesdienst der Kirchengemeinde Mount Hope Ministries. An diesem Sonntag leitete Pastor Alfonsos Tochter Meagan den Gottesdienst.
Pastor Alfonso war früher selbst im Drogen- und Gangmilieu unterwegs. Genau deshalb hat er heute ein besonderes Herz für Männer, die ihr Leben verändern wollen. Er begleitet sie auf dem Weg in eine drogenfreie Zukunft und ermutigt sie, Verantwortung zu übernehmen.
Dialog mit den Teilnehmern
Nach dem Gottesdienst führte uns Sister Mita durch die Einrichtung. Sie ist Projektmanagerin und gleichzeitig eine enge Freundin unserer Reiseleitung Janina.
Dabei stellte sie uns die aktuellen Teilnehmer vor. Außerdem gab sie uns die Möglichkeit, direkt mit ihnen zu sprechen. Wir konnten ihnen Mut zusprechen und unseren Respekt für ihren Weg ausdrücken.

Auf Augenhöhe
Ein Mitglied unseres Teams reiste bereits vor allen anderen nach Südafrika. Er verbrachte seine erste Nacht direkt im Gemeinschaftsraum – zusammen mit elf Klienten der Reha.
Unsere Reiseleitung Janina organisierte, dass ihn ein ehemaliger Klient vom Flughafen abholte. Anschließend zeigte er ihm verschiedene Seiten des Landes – von touristischen Orten bis hin zu schwierigen Vierteln. Danach brachte er ihn ins Hope Again Recovery Home.
Eine bemerkenswerte Frau
Francis Petersen, genannt Sister Mita, ist eine beeindruckende Persönlichkeit. Sie arbeitet mit großer Leidenschaft mit den Männern in der Reha. Gleichzeitig begleitet sie viele von ihnen auch nach ihrer Entlassung weiter.
Mit ihrer Organisation „Step Up“ engagiert sie sich zusätzlich in der Drogenprävention. Dabei arbeitet sie sogar mit ehemaligen Klienten zusammen.
Ihr großer Traum ist ein betreutes Wohnen für Männer ohne Perspektive nach der Therapie. Dafür fehlen aktuell jedoch noch die nötigen Ressourcen.
Ein junger Mann, den sie uns vorstellte, musste miterleben, wie seine eigene Gang seinen Bruder ermordete. Seine Eltern sind verstorben, und er steht heute völlig allein da. Genau für Menschen wie ihn setzt sich Sister Mita mit ganzer Kraft ein.

Die Begegnungen im Hope Again Recovery Home haben uns tief bewegt. Sie zeigen, wie viel Mut, Veränderungsbereitschaft und Hoffnung in jedem Menschen steckt.
Gleichzeitig wird deutlich, wie wichtig Gemeinschaft, Glaube und Unterstützung auf dem Weg aus der Sucht sind. Projekte wie dieses leisten einen wertvollen Beitrag zur sozialen Arbeit und Rehabilitation in Südafrika.

