Nachdem das ganze Team angereist war, kamen wir alle nach und nach in unserem gemeinsamen AirBnB an. Dort konnten wir uns die ersten Tage kennenlernen – ob bei Spieleabenden, Sport-Sessions, Ausflügen oder dem gemeinsamen Kochen, Reden und gemütlichem Zusammensitzen.

Vorbereitungstraining
Vor dem Beginn der Restorative Justice Gefängniswoche gab es dann noch eine 4-stündige Einführung durch den Gründer und Leiter von Hope Prison Ministry, Jonathan Clayton.
Pastor Jonathan Clayton
Jonathan ist eine eindrückliche Persönlichkeit, voller Energie und Elan. Der 65-Jährige, der selbst vor vielen Jahren 3 Jahre lang in Haft verbracht hatte, brennt regelrecht für sein Lebenswerk und bietet gemeinsam mit seiner Frau Jenny Clayton sowie seinem Team aus Ehrenamtlichen in diversen Gefängnissen im Western Cape, aber auch weltweit, die sogenannten „Restorative Justice Kurse“ an.
Er ist ein Verfechter des Restorative Justice Ansatzes, der sich national und international für die Bekanntmachung und Verbreitung des Paradigmenwechsels im Umgang mit Straffälligen einsetzt.
Bedeutung
Es gab an diesem Nachmittag in dem speziell von ihm für die Fortbildung reservierten Schulungsgebäude nicht nur eine trockene Einführung über die „Dos und Don’ts“ (Regeln) im Gefängnis.
Motiviert erzählte er unserem Team auch von der Bedeutung von Restorative Justice und dem afrikanischen Wort Ubuntu, und über die Entstehung und Entwicklung der Arbeit von Hope Prison Ministry, sowie über Erfolge und Herausforderungen bei der alltäglichen Gefängnisarbeit – durch die gegebenen Umstände im Land, im Gefängnis und in den Denk- und Wertehaltungen der Insassen selbst, insbesondere durch die Einflüsse der Gefängnisgangs.


